LIGNES DIRECTRICES DE LA DOCTRINE ZOOPSYCHOLOGIQUE DE PLUTARQUE

  • Francesco Becchi

Resumen

Die tierpsychologische Lehre Plutarchs, die sich im grossen und ganzen einheitlich präsentiert, kann man aufgrund seiner zoologischen Schriften rekonstruieren. Diese zeichnen sich fast alle durch antistoische und insbesondere antichrysippeische Polemik aus. Die tierpsychologische Doktrin gehtr von einer antiken Weisheitslehre aus und von Ergebnissen, die auf diesem Gebiet von philosophischen Spekulationen erzielt worden sind, welche von Pythagoras, über die Akademie und Aristoteles zum Peripatos und insbesondere zu Theophrast führen. Die Lehre Chrysipps gestand den Tieren nicht nur keine Vernunft zu, sondern auch keine Leidenschaft und wies jegliche rechtliche Verpflichtung von denselben zurück. Hingegen gesteht Plutarch den Tieren, die von der Natur angeleitet wurden, welche für sie alles bedeutet, nicht nur die Fähigkeit des Verständnisses und Prädesposition zur Tugend. Da die Tiere fest mit der Natur verbunden sind, haben sie äusserlichen Einflüssen unzugängliche Seelen, während im Menschen die Vernunft, die, falls sie nicht die richtige Erziehung genossen hat, autonom ist und daher leicht zum Spielball leererund falscher Meinungen wird, welche unnatürliche Lebens und Verhaltensweisen bestimmen, die der Tugend zuwiderlaufen. Für Plutarch ist das Tier ein zur selben biologischen Skala wie der Mensch gehörendes Wesen, mit einer Psyche, die erstaunliche Ähnlichkeiten mit der des Menschen hat, auch auf dem Gebiet des Lernens. Im Namen dieser natürlichen Zuweisung auf dem Niveau der Vernunft und der Leidenschaft schreibt Plutarch auch der Tierwelt die Pflicht zur Gerechtigkeit zu, welche das menschliche Zusammenleben reguliert und lehrt uns, Gebrauch vom Tier zu machen, ohne Ungerichtigkeiten zu begehen.

Biografía del autor/a

Francesco Becchi
Università di Firenze
Sección
Artículos